Das Gießverfahren zur Herstellung von Stahlgussteilen ist aufgrund seiner vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten vorteilhaft. Es ermöglicht die Fertigung verschiedener Präzisionsgussteile aus Stahl sowie von Gussteilen aus Aluminium-, Ferro- und Kupferlegierungen. Für spröde Legierungen mit geringer Plastizität, wie beispielsweise normales Gusseisen, ist Gießen das einzig praktikable Umformverfahren. Stahlgussteile weisen eine hohe Maßgenauigkeit auf, die in der Regel die von Schmiedeteilen und Schweißteilen übertrifft. Darüber hinaus sind die Produktionskosten für Stahlgussteile niedrig, was eine ausgezeichnete Wirtschaftlichkeit gewährleistet. Der Energie- und Materialverbrauch sowie die Produktionskosten sind im Vergleich zu anderen Metallumformverfahren unübertroffen.
Stahlgussteile weisen hohe Schmelzpunkte auf, was entsprechend hohe Gießtemperaturen zur Folge hat. Bei hohen Temperaturen begünstigt die Wechselwirkung zwischen flüssigem Stahl und Formmaterial das Auftreten von Sandhaftungsfehlern. Daher sollte für die Form künstlich hergestellter Quarzsand mit hoher Feuerfestigkeit verwendet und die Formoberfläche mit einer Beschichtung aus Quarz- oder Zirkonsandpulver versehen werden. Um Gaseinschlüsse deutlich zu reduzieren, die Fließfähigkeit des flüssigen Stahls zu verbessern und die Formfestigkeit zu erhöhen, werden die meisten Stahlgussteile in trockenen oder schnelltrocknenden Formen, wie beispielsweise CO₂-gehärteten Wasserglassandformen, hergestellt.
Gussteile aus Stahl machen typischerweise 40 % bis 80 % der Gesamtmasse von Maschinen und Anlagen aus, während ihre Herstellungskosten nur 25 % bis 30 % der Gesamtkosten der Anlage ausmachen. Für spröde Legierungen mit geringer Plastizität, wie beispielsweise gewöhnliches Gusseisen, ist Gießen das einzig praktikable Umformverfahren. Gussteile aus Stahl weisen eine gewisse Maßgenauigkeit auf, die im Allgemeinen höher ist als die von Schmiedeteilen und Schweißteilen.

